Wie du die Energie der Rauhnächte für dich nutzen kannst

Das Jahr zieht seine Register, Jahresrückblicke überall, verfolgt von guten Vorsätzen. Da mein Jahr geprägt war von der Erkenntnis, mich mehr auf mich selbst zu besinnen, wird das hier nicht mein Jahresrücklick,  sondern eher eine Einladung.

Und zwar an dich: hast du für dich schon 2015 Revue passieren lassen? Die Rauhnächte sind eine magische Zeit für eine Innenschau, Klärung und Fokussierung. Nutze die Tage zwischen den Jahren um innzuhalten, zu reflektieren, abzuschließen und neu zu starten.

Woran bist du im letzten Jahr gescheitert und wodurch gescheiter geworden?

Was sind Rauhnächte (oder Raunächte)?

Die Zeit zwischen der Zeit beruht auf dem Wechsel von Mond- zum Sonnenkalender. Dem Mondjahr fehlen im Gegensatz zum Sonnenkalender 11 Tage und 12 Nächte. Diese geschenkten Tage zwischen dem 24.12. und 06.01.  wurden schon von unseren Vorfahren zum orakeln, feiern und zur Sinnsuche genutzt. Es gibt bereits viele schöne Artikel zum orakeln und räuchern, worauf ich deshalb nicht eingehen möchte.

Zeit für DICH

Wenn Altes geht – so wie das Jahr – ist es Zeit Revue passieren zu lassen. Dafür braucht es Ruhe, Müßiggang, Raum für sich selbst. Was du dafür bekommst ist Klarheit darüber, was gut war in deinem Jahr, was im nächsten anders werden darf und welche Themen dich besonders beschäftigt haben oder vielleicht noch nachhängen. Früher war diese geschenkte Zeit eine des sich Feierns und des Besinnens. Genau das, was in unserer heute so hektischen Zeit so oft fehlt.

Wann hattest du das letzte Mal stille Momente, in denen du einach mal in dich reinhören konntest?

Mit dir selbst im Kontakt

Die magischen Rauhnächte sind jene Zeit „zwischen den Jahren“ und zeugen vom Wechsel von Dunkelheit zu Licht. Es heißt in dieser Zeit können wir besonders tief mit uns selbst in Kontakt treten. Nutze und gönne dir diese Zeit, halte inne, schließe mit dem vergangenen Jahr ab und öffne dich für das Kommende.

Altes abschließen und Loslassen

Was brachte das alte Jahr mit sich? Was davon war gut? Welche Erfahrungen konntest du für dich verbuchen? Kannst du ein „Jahresthema“ erkennen? Welche Menschen hast du kennengelernt, welche verabschiedet?

Das Alte abschließend zu feiern bedeutet es anzunehmen und loslassen zu können. Gerade mit den Dingen, die nicht so liefen wie geplant, fällt das oft schwer. Halten wir daran fest, binden wir unnötige Energie und es fehlt der Platz für Neues.

Schließe die Projekte und Sachverhalte ab, die du zu Ende bringen kannst. Löse Versprechen ein. Bring Geborgtes oder Ausgeliehenes zurück. Erledige und schließe ab, was du kannst. All das schafft Platz und Energie sich für Neues zu öffnen.

Du bist frei neu zu beginnen

Einfach schon dadurch, dass du offen dafür bist und dir die Zeit nimmst, wirst du Dinge wahrnehmen, die sonst im Alltag untergehen (und das völlig unabhängig davon, ob du an die Magie dieser Zeit glauben magst oder nicht). Öffne deine Sinne, fahre deine Antennen aus und schaue, was in dir aufsteigt.

Wie du die Zeit der Rauhnächte für dich nutzen kannst

  1. Für das Runterkommen und als gelungenen Einstieg, quasi der Türöffner: Meditation zum Jahresrückblick von Holger von Poesis (Dauer: 17 Minuten).
  2. Schreibe in der Zeit vom 24.12. bis 06.01. Tagebuch und notiere dir Gedanken, Träume, Ideen usw. Durch das Aufschreiben werden sie dir bewusster und du kannst einen „roten Faden“ erkennen. Es vor allem darum, die Quintessenz dieser Themen einzufangen:  wie fühlen sie sich an, wie geht es dir damit? Natürlich kannst du dich im kommenden Jahr anhand deiner Notizen auch überraschen lassen, ob das mit dem Rauhnachtsorakeln stimmt ;o)
  3. Kreiere nach den Rauhnächten aus deinen Notizen das Tagesthema. Ist es positiv? Gut. Wenn nicht, was kannst du daraus lernen, welche Erfahrung steckt für dich darin? Genau das ist dein Schatz für den entsprechenden Monat des kommenden Jahres (24.12. ist die 1. Rauhnacht und steht entsprechend für den Januar usw.). Am Ende hast du für jeden der 12 Rauchnachtstage ein positives Wort. Ein Monatsthema, an dass du dich auf einem schönen Wandkalender für 2016 gut sichtbar erinnern (und fokussieren) kannst.
  4. Falls du Inspiration brauchst, um dir die „richtigen“ Fragen zu stellen möchte ich dir 85 Fragen, die du dir stellen solltest von myMonk ans Herz legen.
  5. Du möchtest etwas verändern? Gut, dann darfst du dir jetzt 12 Veränderungen für das nächste Jahr wünschen. Nimm dabei Dinge, die du in einem Monat schaffen oder denen du dich in dieser Zeit intensiv widmen kannst. Schreibe deine 12 Veränderungswünsche auf einzelne Zettel und ziehe entweder verdeckt oder wähle ganz bewusst an jedem der Rauhnachtstage einen Zettel. Entweder du notierst dir die Themen in deinem Terminkalender oder richtest per Notizapp eine Erinnerung ein, die dich entsprechend zum Monatsanfang daran erinnert.
  6. Falls du dir (mal wieder) vornimmst im kommenden Jahr mehr zu sparen, schau doch mal auf die ungewöhnlichen 52-Wochen Sparpläne von Uta Nimsgarn. Die Challange dazu gibt es wohl nicht mehr, aber die Facebookgruppe, falls du Unterstützung brauchst.
  7. Du bist der visuelle Typ? Dann ist eine Collage (oder auch Visionboard) vielleicht etwas für dich. Der beste Zeitpunkt ist dafür Anfang Januar. Suche dir alte Zeitschriften und Fotos heraus und schneide ganz intuitiv aus, was dich gerade anspricht, dass können Bilder als auch Textzeilen oder einzelne Worte sein. Klebe die ausgeschnittenen Symbole nach Lust, Laune und Gefühl auf eine große Pappe oder Papier. Laminiert kannst du das als Frühstücksset nutzen und dich jeden Morgen daran erfreuen. Sicherlich erkennst du im fertigen Bild das Thema des kommenden Jahres.
  8. Fülle dein Momente-Glas für das nächste Silvester! Der Urheber ist mir leider nicht bekannt, ein Foto dieser Idee lief mir bei Facebook „über den Weg“. Und zwar: Fülle ein leeres Glas mit Notizen der schönen Dinge, die passieren. Und dann, am Neujahrstag 2016 kannst du das Glas leeren und erkennen, was für ein unglaublich tolles Jahr das war. Alternativ geht das natürlich auch prima mit allen Momenten, in denen du dankbar warst.

Welchen Weg du auch für dich finden magst ist im Grunde nicht entscheidend. Wichtig ist immer die Absicht, die du damit verbindest.

Mit der Wintersonnenwende am 21.12. beginnt die Zeit der Umkehr. Nach der längsten Nacht und dem kürzesten Tag werden die Tage wieder länger. Der Wiederaufstieg des Lichts beginnt und die Dunkelheit ist gebannt.

Was läßt du in der Dunkelheit hinter dir?

Die bekannteste aller Rauhnächte, Silvester, wird rund um den Globus gefeiert. An dieser zumindest werden einige der alten Bräuche zelebriert wie das Lärmen, um die Geister zu vertreiten, Orakeln mit Bleigießen, das Feiern und natürlich die guten Vorsätze ;o) Das Glück wünschen ist ebenfalls eine sehr schöne Tradition (Resonanzgesetz, du weißt).

Bau dir eine Brücke des Lichts von der besinnlichen Zeit in das nächstes Jahr. Konserviere etwas von diesen Momenten in Worte oder Bilder, die du mit rübernehmen kannst. Ich wünsche dir von Herzen eine wundervolle Zeit und einen tollen Neustart.

Mach deine Türe auf und lass dein Leben rein

 

Susan

 

 

 

 


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