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Menschen vergleichen sich mit anderen Menschen. Wir vergleichen unseren Hüftumfang, das Gehalt, die Autos, die Likes, den Traffic und glauben dann einschätzen zu können, wie erfolgreich wir sind. Doch wie lässt sich Erfolg vergleichen? Kann ich meine Erfahrungen, mein soziales Umfeld, meine familiären Hintergründe vergleichen und mit wem?

Ich kann es nicht!

Wir vergleichen uns dennoch immer wieder,  um uns selbst einschätzen zu können. Alles in unserer Welt ist relativ, wir können die Welt nicht absolut wahrnehmen. Soll heißen wir assoziieren, weil unser Gehirn abstrakte Daten nicht verarbeiten kann. Wir Menschen haben das Bedürfnis, uns ein realistisches Bild von der Welt zu machen, sozusagen einen „Datenabgleich“.

Vergleichen – eine Endlosschleife ins Unglück?

Der Vergleich nach objektiven Maßstäben (Schulnoten, Sportergebnisse) ist die eine Variante, schmerzvoller ist sicherlich der subjektive Vergleich (schöner oder erfolgreicher als…).

Ebenfalls ist ganz entscheidend, mit wem ich mich vergleiche. Mit einem vermeintlich Schwächeren, das poliert mein Selbstbewusstsein auf. Vergleiche ich mich mit jemandem, der schon da ist, wo ich noch hin will, geht es mir danach sehr wahrscheinlich schlechter. Würde ich diesen Aufwärtsvergleich als Anlass nehmen mich zu verbessern,  hätte das wenigstens einen Sinn.

wenn es wieder passiert

Wir vergleichen uns fast täglich und das oft ganz unbewusst, es läuft ganz automatisch ab, Wenn du deine Aufmerksamkeit darauf richtest, wird es wieder bewusster. Dann kannst du dich fragen, warum du dich gerade vergleichst? Was fehlt dir? Brauchst du Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Zuneigung? Findest du das auch in dir?

kleiner Ausflug in die Botanik

Eine Rose ist dann eine erfolgreiche Rose, je mehr sie Rose ist. So richtig richtig rosig also mit Duft, Aussehen und Dornen . Der Mensch möchte das Gewächs handlicher gestalten, also hopplahop sind die Dornen weggenmanipuliert (wobei botanisch gesehen die Dornen eher Stacheln sind). Fantastisch, praktisch, gut. Mensch bleibt unverletzt, für die Rose eher kontraproduktiv, denn Dornen sind zum Schutze gut (gegen Fressfeinde). Es gibt in der Natur nichts „nur so“.

Auch hier greift der Mensch – wie so oft – ein, um „es sich leichter zu machen“. Das geschieht zwischen uns Menschen auch ganz oft, denn pflegeleichte Menschen sind leichter zu handhaben, ähnlich wie Rosen ohne Dornen. Und die Moral von der Geschicht‘? Die Rose ist besonders Rose, wenn sie besonders rosig ist. Heißt in menschisch: du bist ganz besonders du, wenn du du bist (klingt holprig, ist aber so)!

Unvorstellbar oder auch Gott sei dank hat die Rose kein Gehirn. Denn sonst könnte sie sich ja  ihr hübsches Blütenköpfchen damit zermatern, lieber Narzisse sein zu wollen. Blöd das. Doch genauso machen es Menschen: sie wollen lieber wie andere Menschen sein.

Nur mal hypothetisch: Was ist grundsätzlich besser: Rose oder Narzisse? Nelke oder Sonnenblume? Du weißt, worauf ich hinauswill…

Warum Vergleiche hinken

Du bist nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere dich haben wollen. Du bist hier, um herauszufinden, wie du deine beste Version zum Vorschein bringen kannst. Was wollen wir am Ende unseres Lebens tun? Unsere Einzigartigkeit zurückgeben? Hier könnt ihr nochmal verwenden, ist kaum benutzt?

Alles auf Erden hat einen Sinn, ansonsten wäre die Artenvielfalt nicht da. Nichts existiert „einfach nur so“. Das, was du mitgebracht hast, ist dein Sinn. Erforsche, was dein Geschenk an die Welt ist.

Der Hauptgrund, der uns abhält zu sein, wer wir wirklich sind ist Angst, Angst

  • die Orientierung zu verlieren, wenn wir uns nicht mehr nach dem Außen richten
  • dich zu zeigen und damit angreifbar zu machen
  • vor zu viel Größe, Macht
  • den Kollegen nicht mehr zu gefallen
  • von Familie und Freunden nicht mehr geliebt zu werden
  • nicht gut genug zu sein (wenn du nicht genauso bist wie…)

Wir bekommen von unserer Umwelt eine Art „Maske“ aufgedrückt. Diese besteht aus Signalen, aus Reaktionen, die andere uns senden, um uns mitzuteilen (spiegeln), wie sie uns sehen. Das wiederum beeinflusst unser Handeln sehr, weil wir andere Menschen nicht enttäuschen oder verletzen wollen. Also entsprechen wir mehr oder weniger einem Bild, das andere von uns haben. Nicht verletzen zu wollen ist ein edler Gedanke, doch das muss die eigene Authentizität ja nicht ausschließen.

Was geschieht, wenn wir ehrlich zeigen: hier das bin ich?

Wenn wir das tun fügen sich plötzlich die Dinge auf magische Weise. Du verschwendest deine Energie nicht mehr damit, ein „äußeres Bild“ aufrecht zu erhalten. Du kannst jetzt die Menschen anziehen, die gut für dich sind und dich unterstützen, weil sie dir wirklich entsprechen und zu dir passen. Das Leben ist wesentlich leichter, wenn du den Weg kennst und dich Menschen begleiten, die mit dir auf einer Wellenlänge sind. Die konnten dich vorher allerdings nicht finden, war ja keiner zu Hause bei dir ;o)

Paradoxer Weise steht in jedem Businessberater in großen Lettern geschrieben: finde deinen USP (Unique Selling Proposition, auf deutsch: Alleinstellungsmerkmal). Wieso gilt das nicht im privaten Leben auch?  Bringt dich genauso weiter zu wissen wer du bist, was du willst, was dich ausmacht.

Was sind deine Alleinstellungsmerkmale?

Ein paar Inspirationen für deine Spurensuche:

Was hast du schon als Kind gern getan?

Wobei vergisst du die Zeit?

Was geht dir mühelos von der Hand?

Was zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht?

Hast du ein Markenzeichen?

Was zieht dich magisch an?

Wie ist deine Sicht auf die Welt?

Gibt es einen „roten Faden“ in deinem Leben?

Das ist das, was dir keiner nehmen kann. Das bist du! Hab den Mut auf dein Herz zu hören, folge der inneren Stimme und finde deinen Weg.

Ich wünsche dir eine wundervolle Entdeckungsreise und maximale Erkenntnis.