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Was wird aus einem Jungen, der von seiner Mutter zur Adoption freigegeben wird. Den selbst die (geplanten) Adoptiveltern nicht wollten, weil er das falsche Geschlecht hatte. Der aus seiner eigenen Firma gefeuert und von selbiger mitsamt seiner neuen Firma aufkauft wurde? – Einer der brilliantesten und eigensinnigsten Visionäre unserer Zeit.

Bei der Adoption mussten die Eltern versprechen, dass der Junge studiert. Hat er auch, womit er das gesamte Ersparte seiner Eltern verbrannte, um kurze Zeit später alles hinzuschmeißen. Er beschäftigte sich lieber mit scheinbar aussichtslosen Dingen wie beispielsweise einem Kaligraphiekurs.

Mit 20 gründete er in der Garage seiner Eltern (wo auch sonst) eine eigene Firma und baute diese mit seinem Freund zu einem 2 Milliarden-Dollar-Unternehmen auf. Was nach Erfolgsstory aussieht, ändert sich abrupt, denn  10 Jahre später wird er aus seiner eigenen Firma geschmissen. Sein Traum, das wofür er all die Jahre hart gearbeitet hatte, war futsch. Er wusste einige Monate nicht, was er tun sollte. Doch irgendwann zog er sich selbst aus dem Sumpf und es dämmerte ihm, dass er immer genau das getan hatte, was er liebte. Genau diesen Weg wollte er auch weiterhin gehen. Sein Potential konnte ihm keiner nehmen. Befreit und gestärkt betrat er eine der kreativsten Phasen seines Lebens.

Was übrig blieb: er konnte noch immer tun, was er liebte!

Zurück auf Los und zwei neue Firmen gegründet. Eine davon – Pixar – entwickelte den ersten computeranimierten Film der Welt. Die zweite Firma „Next“ wurde in einer „bemerkenswerten Wendung der Dinge“ – wie er selbst sagt – das Unternehmen, das ihn schließlich zu seiner ersten Firma zurückbrachte. Sein Come back.

Spätestens jetzt wissen wohl die meisten, von wem hier die Rede ist. Wenn du Computerfreak und Fan angebissener Früchte bist ganz sicher: die Firma ist Apple und der brilliante Kopf dazu gehört Steve Jobs.

Rückblickend meinte Steve Jobs, von Apple gekündigt zu werden, war das Beste, was ihm passieren konnte: „Es war bitter schmeckende Medizin, aber genau das, was ich benötigte“. Apple kaufte schließlich Next, dessen Technik später die Basis für genau die erfolgreichen Computer wurde, die aus dem damals dahinsiechenden Unternehmen einen der wertvollsten Konzerne der Welt machte.

Auf jedes Scheitern folgte ein Neuanfang

Jobs hatte ein simples, wie auch konsequentes Ritual: Er fragte sich jeden Morgen wenn er in den Spiegel guckte: Wäre heute der letzte Tag in meinem Leben, würde ich dann genau das tun, was ich mir vorgenommen habe? Lautete seine Antwort mehrere Tage hintereinander „Nein“, änderte er etwas.

Dieses Leben währt nicht ewig und die äußeren Erwartungen, der ganze Stolz und die Angst vor dem Versagen und die Scham fallen angesichts des bevorstehenden Endes weg. Es ist ein Trugschluss zu glauben, wir hätten etwas zu verlieren. (Steve Jobs)

Es ist also ein Trugschluss zu glauben, wir hätten etwas zu verlieren? Diese Frage hallt noch in mir nach… Was könnten wir verlieren? Unser Gesicht? Unseren Status? Unsere Gewohnheiten? Menschen? Geld? Die Gemütlichkeit der Komfortzone? Was würde passieren wenn wir anstelle von Autopilot auf Schleudersitz umschalten?

Naja, du musst dich ja mit dem Schleudersitz nicht gleich ganz so weit weg katapultieren :o) Vielmehr geht es doch darum, immer wieder nachzujustieren. Wach zu bleiben, um nicht im Alltag zu versumpfen und tagein tagaus auf Autopilot zu fahren. Das können Fragen sein wie: Bin ich noch auf Spur? Wo komme ich in 1, 2 Jahren raus, wenn ich diresem Weg folge? Ist das auch mein Weg?

Deine Zeit ist begrenzt, also verschwende sie nicht, um das Leben anderer zu leben. (Steve Jobs)

Steve Job mag ein Querkopf gewesen sein, pedantisch oder was man ihm noch so alles nachsagt. Ein Visionär war er allemal, der genau das machte, was er liebte. Es hat den Anschein als hätte er SEIN Leben gelebt. Er wusste früh was er wollte und ist dem konsequent gefolgt.

2004 wurde Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Steve Jobs festgestellt. Wie er auf seiner inspirierenden Rede an der Stanford Uni 2005 schilderte, verstärkte gerade das sein Lebensmotto: „lebe jeden Tag so, als sei es der letzte“. Er bekam weitere 7 Jahre geschenkt.

Ersetze den Druck des Erfolges mit der Leichtigkeit wieder ein Anfänger zu sein

Ohne den „unnützen“ Kaligraphiekurs hätte Jobs bei Apple nicht die vielen Schriftarten erfunden, die Microsoft dann später ebenfalls übernahm. Ohne den Rausschmiss bei Apple gäbe es das bisher weltweit erfolgreichste Animationsstudio nicht. Und mit Sicherheit hätte Jobs (nach eigenen Angaben) seine spätere Frau nicht getroffen.

„Lass nicht den Krach der anderen Meinungen die eigene innere Stimme zum Verstummen bringen und das allerwichtigste: habe den Mut dem eigenen Herzen und der Intuition zu folgen.“ (Steve Jobs)

Ist er nun gescheitert oder nicht?

Ob er nun gescheitert und immer wieder aufgestanden ist oder gekonnt die Hürden genommen hat, möge jeder für sich selbst beantworten. Seine „Jetzt-erst-Recht-Mentalität“ war scheinbar sein Motor. Mich hat auf jeden Fall beeindruckt, dass er sich nie hat vom Weg abbringen lassen. Er hat Dinge getan, die für Außenstehende (eventuell sogar für ihn selbst) erst einmal keinen großen Sinn machten.  Er folgte „einfach“ seinem Herzen und alles fügte sich scheinbar zusammen.

Verliere nicht deinen Glauben und tue was du liebst. Wenn du bisher nicht herausgefunden hast, was du liebst, mach dich auf die Suche danach. Bleib nicht stehen! (Steve Jobs)

Genau das war seine Stärke, die Quelle seiner Kraft und Energie. Er hat immer wieder in seinem Leben neu angefangen und folgte seiner Freude und seiner Leidenschaft.

Mein Fazit: Sei mutig und klar, tue was du liebst, fange jetzt an. Dann mach stetig weiter, wenn nötig korrigiere deinen Kurs und verliere niemalsnich den Glauben an dich selbst. NIE. NIE. NIE.

Und jetzt du:

  • Was ist deine Leidenschaft? Was begeistert dich?
  • Gibt es einen roten Faden, der sich durch dein Leben zieht?
  • Falls du nicht das tust, was du liebst, was (oder wer) hindert dich?
  • Womit könntest du heute mit Leichtigkeit anfangen?

Mich hat diese Rede sehr inspiriert, alle Zitate in diesem Artikel stammen aus dieser Quelle! Falls du sie noch nicht kennst, schau dir die inspirierende Rede, die Steve Jobs im Juni 2005 an der Stanford University im kalifornischen Palo Alto hielt an. Die knapp 30 Minuten sind gut investierte Zeit.

Lebe.Liebe.Lache.

2 Kommentare

  1. Sybille Johann

    Liebe Susan,
    leider wird uns ja immer gern eingeredet, das ein oder andere, was wir lieben und machen, sei unnützer Kram. Ich hab auch mal gedacht, ich hab so viel verschiedene Dinge angefangen, dass ich nie zu einem Ergebnis kam. Aber in den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass sie alle zusammenpassen und ich darauf zurückgreifen kann.
    Und auch, wenn ich mal gegen die Mauer gefahren bin (also mehr als einmal 🙂 ) hat sich im Nachhinein gezeigt, wozu es gut war. Dass erst einmal Platz werden musste, damit etwas Neues entstehen kann.
    LG
    Sybille

    Antworten
    • Susan

      Liebe Sybille,
      klar das stimmt, das mit den unnützen Sachen wurde uns jahrelang eingeredet und nun dauert es eben seine Zeit, bis es wieder aus dem Köpfchen raus ist. Und dann war da noch die Sache mit der Ungeduld ;o) Vom Kopf her weiß ich zwar, dass ich mir einen Gefallen tue, wenn ich authentisch bin und meiner Freude folge. Die Herausforderung beim gegen den Strom schwimmen ist jedoch meist die eigene Richtung zu halten (während die anderen mit Kopfschütteln beschäftigt sind ;o) Eine schöne Belohnung, wenn sich letztendlich der Kreis schließt und der Aha-Moment auflöst, das alles genauso richtig war wie es war.

      liebe Grüße
      Susan

      Antworten

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